Annika & Leroy
925/- Silber, 585/- Weißgold und 500/- Palladium Ring Mokume Gane mit Hammerschlag & 585/- Gelbgold Ring mit feinerem Hammerschlag.
„Ja, das gibts. Aber ich habe das noch nie gemacht!“
Nach dem Gespräch habe ich erstmal meinen normalen Weg gemacht und den beiden einfache Musterringe aus Silber zum Probetragen gemacht. Und ab dann habe ich jeden Tag an die Beiden gedacht. Und nichts gemacht. Ich habe mir den Kopf zerbrochen. Meine Prinzipien, die Angst vorm Versagen, dass andere Aufträge auch wichtig waren… es war leicht sich vom Weitermachen abhalten zu lassen. Die Hürde sah so riesig aus. Aber ich habe Freunde. Und Freunde haben Erfahrung (wenn man die richtigen Freunde fragt) und mit denen habe ich geredet. Und dann wurde mit jedem Gespräch die Hürde überschaubarer. Und dann… Monate später habe ich einen Musterring aus Silber und Kupfer Material gemacht - meinen erstes Mokume Gane Ring. Und ganz kleinlaut habe ich Annika und Leroy kontaktiert, dass ich da jetzt endlich einen Muster Mokume Gane Ring hätte und sie, wenn sie noch Interesse hätten, gern vorbeikommen könnten - zum Anschauen und Besprechen unseres weiteren Vorgehens.
Annika und Leroy kamen mit echt viel Vorlauf zu mir (über ein halbes Jahr vor ihrer Hochzeit). Und dennoch habe ich das Zeitfenster bis aufs äußerste ausgereizt. Die beiden suchten unkonventionelle Ringe, insbesondere Leroy suchte was Spezielles. Im Gespräch habe ich die Technik Mokume Gane erwähnt und ab da hatte ich einen Fan mir gegenüber sitzen. Wobei mein Satz ungefähr so lautete: “Jaaaa… es gibt da noch was das heißt Mokume Gane… Moment ich zeige euch mal Fotos” Scrolle auf dem Handy, zeige Fotos. “Das ist wirklich was besonderes, eine ganz alte Technik. Aber ich habe das noch nie gemacht.” Dann erkläre ich, warum ich das noch nie gemacht habe und wo die Schwierigkeiten liegen.
Sie kamen dann irgendwann. Wir sprachen dann irgendwann, es war ein super Gespräch und dann machte ich weiter. Mit den richtigen Ringen.
Ich weiß von Vielem aber ich kann nicht Alles. So wie in diesem Fall kann ich es lernen. Ich wachse mit jedem eurer Aufträge. Aber manchmal mache ich mir so einen Druck, das ich mich selbst lahmlege. Manche Dinge brauchen den richtigen Zeitpunkt, um gut zu werden. Eine gute Umgebung und die richtigen Bedingungen. Annika und Leroy zeigen, das Handwerk nicht auf Knopfdruck passiert und das Schönheit langsam geboren wird, wenn man versucht zu vertrauen und geduldig ist.
Danke ihr Zwei! Ich weiß euch so zu schätzen!
„Der muss nicht perfekt werden! Ich kann mir denken, dass das nicht einfach ist. Aber ich will einen Ring der eine Geschichte erzählt und egal was passiert - für mich wird er perfekt sein!“